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Montessori-Familien in der Sternwarte des Pockinger Gymnasiums

Am vergangenen Freitag, den 31. März,  hatten die Gymnasialschülerinnen Anna Feilhuber und Fiona Römer mit ihrem Lehrer Stefan Wimmer zu einem Beobachtungsabend auf die Sternwarte des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking geladen. Die beiden Q 11-Schülerinnen hatten diesen Abend im Rahmen ihres P-Seminars für die Morgentauklasse der Montessorischule Rotthalmünster organisiert. Da auch Eltern, Großeltern und Geschwister eingeladen waren, nahmen schließlich 50 Gäste an der Veranstaltung teil. Das war doch eine beträchtliche Zahl, zumal sie wegen der Abhängigkeit vom Wetter kurzfristig anberaumt worden war. Noch während wir vor dem Schulhaus warteten, konnten wir in der Dämmerung die Raumstation ISS vorbeifliegen sehen. In der Schule versammelten wir uns zunächst im Physikraum, wo wir von den beiden Schülerinnen offiziell begrüßt und von Herrn Wimmer mithilfe einer Computerprojektion in den aktuellen Nachthimmel mit seinen Sehenswürdigkeiten eingeführt wurden. Auch konnten wir erste Fragen klären. Dann ging’s nach oben auf das Schuldach, wo sich in einer Kuppel 2 große Teleskope befanden. Unser 1. Besichtigungsobjekt war der Mond mit seinen Kratern und Bergen. Da immer nur 2 Personen bei Herrn Wimmer in der Kuppel sein konnten, genossen viele den warmen Abend auf Bierbänken auf dem Dach oder sie gingen ein Stockwerk tiefer. Hier hatten die beiden Schülerinnen ein Buffet mit selbst gebackenen Pizzaschnitten und Muffins sowie Knabbereien und Getränken vorbereitet. Nachdem alle den Mond angeschaut hatten, wurden die Fernrohre auf das nächste Objekt eingestellt. Dies war der Orionnebel, ein Sternhaufen, in dem die Sterne gerade im Entstehen sind. Zwischenzeitlich zog die ISS wieder ihre nächtliche Bahn, bevor wir den Jupiter mit seinen Wolkenringen und 4 seiner Monde bewundern konnten. Als Nächstes war ein Kugelsternhaufen (M 3) vor der Linse, der über 30.000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Nachdem die Besichtigung eines jeden Objektes einige Zeit in Anspruch nahm, konnten sich Familien auch zwischendurch verabschieden. Zum Schluss gab es noch den Eskimonebel zu sehen, bei dem von einem sterbenden Stern die Hülle zu sehen war und nur noch ein Sternenzwerg in der Mitte übrig blieb. So hatten wir von beginnenden bis zu sterbenden Sternen inklusive Planet und Monden einen großen Überblick bekommen. Die letzten Familien verließen – nach einem eindrucksvollen Abend – gegen 23.30 Uhr die Schule.