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Weiherhaustheater Maskara

Grund- und Mittelstufe gemeinsam auf Theaterfahrt mit anschließender Wanderung

Knapp 130 Schülerinnen und Schüler der Montessorischule Rotthalmünster, von Schulstufe 1 bis 7, machten sich gemeinsam mit ihren Lehrern in drei Bussen auf nach Ortenburg, um dort das idyllische, in die Natur eingebettete Weiherhaustheater Maskara zu besuchen.

Auf dem Programm stand das Märchen der Gebrüder Grimm „Wasser des Lebens“. Vom ersten Moment der Aufführung an waren die Kinder und Jugendlichen gebannt und begeistert von dem genialen Einmanntheater mit Stefan Knoll. Anknüpfend an die Tradition der „Commedia dell`arte“ wird das Märchen so erzählt,  wie es im Mittelalter fahrendes italienisches Theatervolk tat. Knolls „Mitspieler“ sind die von Frieder Kahlert aufwändig aus Leder gefertigten Masken, die eindrucksvoll die verschiedenen Figuren des Stücks mit ihren  besonderen Charakteren darstellen.  Drei Brüder wollen für ihren Vater das Wasser des Lebens finden, damit er wieder gesund wird. Nur der jüngste von ihnen handelt aus lauterer Absicht. Seine beiden älteren Brüder verfolgen eigennützige Ziele. „Wo hinaus so geschwind?“ ruft der Zwerg am Wegesrand. Der jüngste Königssohn hält sein Pferd an: „Ich suche das Wasser des Lebens, denn mein Vater ist sterbenskrank.“ Viele Abenteuer und schier unüberbrückbare Hindernisse gilt es zu überstehen, aber am Ende rettet der jüngste Königssohn nicht nur seinen Vater, sondern findet auch an der Seite einer schönen und starken Königstochter sein Glück.

Knoll schlüpfte zur Freude und zum Entzücken seiner Zuschauer von einer Maske in die andere und  spielte dabei nicht selten zwei bis drei Figuren gleichzeitig. Er sprang nahezu mit Körper und Stimme in seine Rollen, verbunden mit viel Musik und passenden Klängen und verlieh dabei jeder Gestalt eine persönliche Note.

Er führte seine Zuschauer in eine zauberhafte längst vergessene Welt, stellte aber auch einen Bezug zu Themen der Gegenwart, wie „Krieg“ und „Flüchtlinge“ her. Vor allem die Lacher unter den älteren Zuschauern waren ihm sicher, als sich seine Gestalten plötzlich über E-Mail, Facebook und Twitter verständigten. Neben der ausdrucksstarken Sprache, Mimik und Gestik kam auch so mancher musikalische Effekt zum Einsatz. Masken, Röhren, Trommeln, Saxophon und Windspiel  werden eindrucksvoll vor dem Hintergrund der farbenprächtigen und unterschiedlichsten Bühnenbilder in Szene gesetzt.

Lautstark agierten die Kinder und gaben dem jüngsten Königssohn immer wieder begeistert Hilfestellung und Unterstützung.

Ein donnernder Applaus und fordernde Zugabe-Rufe waren das herzliche Dankeschön an Stefan Knoll, aber auch an den Hausherrn Frieder Kahlert.

Herrlich sonniges Frühlingswetter lud im Anschluss an das Theater nicht nur zum Verweilen auf der Terrasse von Frieder Kahlerts Weiherhaustheater ein, sondern auch zum Wandern.

Wie ein langer „Lindwurm“ bewegte sich die Schulfamilie durch das Luisental den Weg hinauf zum Ortenburger Schloss. Nach einer Besichtung des Schlosses und des Schlossbrunnens war ein anregender und bereichender Schulvormittag zu Ende gegangen.

Alle Altersstufen wirkten sichtlich zufrieden und können sicherlich zehren von der gemeinsamen Unternehmung, bei der sich sowohl Grundstufen- als auch Mittelstufenschüler zur Freude ihres Lehrerteams gut miteinander verstanden.