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Abschied von der Montessorischule

Immer am letzten Schultag vor den großen Ferien heißt es für die Viertklässler Abschied nehmen aus ihren altersgemischten Lerngruppen und für die Kinder, die ihren schulischen Weg nicht an der Montessorischule weitergehen, auch von ihrer Schulfamilie.

Doch in diesem Schuljahr stand noch eine weitere Verabschiedung im Mittelpunkt. Christl Reiter, Urgestein der Schule, wie es die für Personal zuständige Frau aus dem Vorstand, Steffi Laahts, nicht besser hätte sagen können, geht in ihren wohlverdienten Ruhestand. Schon im morgendlichen Abschlussgottesdienst wünschten die Kinder Christl Reiter viel Glück für ihren weiteren Lebensweg. Alle Flötengruppen der Schule, unter der Leitung von Andrea Jungbauer, hatten für sie ihre Musik zum Besten gegeben.

Eine besondere Freude war für Christl Reiter die Anwesenheit ihrer Kinder mit Ehepartnern und ihrer Enkelkinder, die alle zu ihrer Verabschiedung gekommen waren.

Elternbeiratsvorsitzende Sabine Moritz überreichte gleich einen ganzen „Korb voller Wünsche“ verbunden mit einem herzlichen Dank.

Ausführlich schilderten Ingrid von Brevern und Marianne Jetzinger die Zeit von der Idee bis zur Gründung und Weiterentwicklung der Schule.

Christl Reiter lud 1991 zu einem Filmvortrag über Montessoripädagogik in den Kindergarten Rotthalmünster ein. Ein anschließender Zeitungsbericht darüber hatte zur Folge, dass sich Frau von Brevern und Frau Jetzinger mit Christl Reiter in Verbindung setzten. Gefunden hatten sich die Frauen der ersten Stunde, die alle notwendigen Schritte bis zur Genehmigung der Schule 1992/93, damals in Kößlarn, konsequent durchzogen.

Für Frau Reiter war die Schule immer auch Lebensinhalt und ihr Einsatz war sehr breit gefächert. Sie arbeitete über zwanzig Jahre als pädagogische Mitarbeiterin, Streitschlichterausbilderin, vermittelte den Kindern die Entstehungsgeschichte nach Maria Montessori, war eine wunderbare Märchenerzählerin und war sporadisch auch in Handarbeit und in der Mittagsbetreuung eingesetzt. Eins vom Wichtigsten war jedoch ihre Rolle als Vorreiterin der Montessorischule, die sich zwischenzeitlich in Rotthalmünster befindet und kontinuierlich weiter wächst, worüber sich Christl Reiter sehr freut. Die Zusammenarbeit mit ihr hat besondere Spuren hinterlassen, stellte Schulleiterin Evi Niederhofer fest, denn „Christl hat stets mit dem Herzen gesehen.“ Nach vielen guten Wünschen vom pädagogischen Team und dem Lied „My way“, gesungen vom Lehrerchor, bedankte sich Frau Reiter sichtlich gerührt bei allen auf`s Herzlichste.


(Foto IMG 8507 : v.l.n.r. Christl Reiter, Evi Niederhofer, Sandra Anger, dahinter Andreas Kohlmann)

Nun waren die Kinder wieder an der Reihe.

Alle Kinder der Schulstufen 1 bis 3 bildeten einen langen Tunnel, durch den zuerst alle Viertklässler gingen, um anschließend von ihren Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiterinnen mit einer Sonnenblume verabschiedet zu werden. Schließlich passierte die Absolventin des Bundesfreiwilligendienstes, Pauline Hanfgarn, den Tunnel und zuletzt Christl Reiter.Für alle, die nach diesem Schuljahr die Schule verlassen, wurde zum Abschluss das Lied „Inno dei Bambini piccolissimi“ aus der Oper „Montessoriana” gesungen.

Für den gemütlichen Ausklang hatten die Eltern der Viertklässler und der Elternbeirat mit vielen verschiedenen Köstlichleiten gesorgt. Zur Erheiterung aller gab es zum Abschluss noch eine Parodie auf „Aschenbrödl“, gespielt von Christl Reiters Kolleginnen, sowie dem Lehrer Andreas Kohlmann, in dessen Klasse Frau Reiter die letzten beiden Jahre tätig war.